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Gedanken zum Ausdauertraining: eine individuelle Fallstudie

Ausdauertraining ist einfach oder doch nicht? 

Erstmal "viel hilft viel" und dann Intensität draufpacken. Im Grunde kann das funktionieren. 

Nachdem ich im letzten Halbjahr auf eine Marathonleistung trainiert habe, erfolgte eine grundlegende Trainingsumstellung. Ich trainiere gerne täglich! Training macht mir Spass und gleichzeitig bildet es eine "freie Zeit" vom Alltagsleben ab. Trainingszeit bedeutet, dass Handy, Emails, Termine etc. aus meinem Kopf und tabu sind.

Aus meiner Reflexion, schließe ich, dass ich meistens im April gut in Form bin und danach ein kleines Loch durchlebe. (Labor-)Diagnostiken machen zu bestimmten Zeiten und Fällen einen Sinn. Wirklich entscheidend ist das Verständnis und die langfristige Entwicklung (die Entwicklung bedeutet im Alter die Leistungen zu halten). Einige persönliche Gedanken habe ich folgend aufgeführt:

  • mit Trainingshintergrund (Lebenskilometern) kann man relativ unfit einmal eine gute Leistung abrufen (vor allem nach 6-8 Wochen Pause);
  • umso unfitter, umso bessere Sprintleistungen (vor allem nach 6-8 Wochen Pause);
  • Einordnung anaerobe - aerobe Leistung bei ca. (90''-) 2 Min.-Grenze;
  • Konzepte von "grauen Zonen" im Zonensystem widersprechen einem "marathon-conditioning-approach/ bread and butter-intensity" (vgl. Lydiard);
  • easy = really stupid easy, hard = hart (aber laß' eine Kugel im Colt für die Regeneration);
  • alle machen Hi(i)t... sinnvoll? Zu welchem Zeitpunkt sowie in welchem Setting ist das Training durchgeführt worden? Wie ist Leistung erhoben/ bewertet worden?
  • Fatmax ist auch nur "stupid easy"! 
  • Feld- oder Labortest? Bei einem guten Coach, lieber Feldtests (sie sind die besseren Einheiten);
  • lieber etwas drunter, als drüber (lieber etwas 5% unfitter in die Saison starten, als 2% zu viel beansprucht);
  • Die Einheit ist erst gut, wenn die Woche gut war!
  • Arbeite an Deiner Physis und Deiner Psyche!
  • Polarisierend oder pyramidal, das ist doch egal 😉 Konstanz/ Kontinuität vor Methode! 
  • positive (Leistungs-)Entwicklung = Training + weitere Stressoren (Familie, Arbeit, Schlaf, Alkohol...) + Recovery (Schlaf...);
  • Verantwortung anderen gegenüber, nicht komplett "all out" nach dem Training vor sich "hinzuvegetieren";
Mein grobes Wochenschema von Okt. bis März verläuft wie folgt:

Mo: stupid easy;
Di: stupid easy + e-racing (really hard);
Mi: stupid easy;
Do: fartlek (until threshold);
Fr: stupid easy;
Sa: "session of the week" -> raise aerobic endurance & capacity (target threshold power);
So: stupid easy group ride;

Die Magie liegt bei den Basics. Mehr als 3 Zieleinheiten in der Woche braucht es nicht (teilweise sogar weniger). Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel für die "(high-)performance". Diese Beispielwoche immer wiederholen, auf seine Gesundheit achten, Intelligenz und Disziplin in den Trainingsbereichen sowie Gesundheit, verbessern die Leistung automatisch. 

Go on.

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